Feuerwehr und Rettungsdienst trainieren komplexe Unfallszenarien

21. Juni 2026


Gute Zusammenarbeit erfordert nicht zuletzt auch, den Blickwinkel anderer Aufgabengebiete wahrnehmen und nachvollziehen zu können. Unter anderem aus diesem Grund fand am vergangenen Wochenende bereits zum wiederholten Mal ein gemeinsamer Ausbildungstag der Feuerwehren Aurich und Sandhorst mit dem Rettungsdienst des Landkreises Aurich statt. Schwerpunkt war hierbei die Abarbeitung verschiedener Übungsszenarien, in denen schwere Verkehrsunfälle mit mehreren, zum Teil auch eingeklemmten Personen realitätsnahe simuliert wurden, die in engem Zusammenwirken erstversorgt, befreit und anschließend behandelt oder betreut werden mussten. Als Austragungsort diente das weitläufige Gelände des Munitionsdepots in Dietrichsfeld, auf dem die zuvor durch das Organisationsteam an verschiedenen Stellen vorbereiteten Einsatzübungen mit Unterstützung professionell geschminkter Statisten über den Tag verteilt bewältigt wurden.

Insgesamt drei Unfallsituationen unterschiedlicher Ausprägung konnten durch die dankenswerterweise vom Metallhandel Büttner und Kfz-Meisterbetrieb Schütte zur Verfügung gestellten Schrottfahrzeuge inszeniert werden. Sie sollten den Rettungskräften bei sommerlich warmen Temperaturen zwischenzeitlich alles abverlangen. Die Einsatzfahrzeuge sammelten sich vor jeder Übung zunächst in einem Bereitstellungsraum und fuhren die jeweiligen Schauplätze von dort aus an. Bereits hierbei wurde mit Erzeugung eines der Realität entsprechenden Zeitversatzes der anrückenden Einsatzkräfte für die erste Herausforderung gesorgt, die von vornherein eine Berücksichtigung der Raumordnung am Unfallort erforderte, um sich durch ungünstige Fahrzeugaufstellungen nicht gegenseitig zu behindern. Die anschließenden Durchläufe der jeweiligen Szenarien fanden unter Aufsicht mehrerer Übungsbeobachter statt, welche das Handeln der Feuerwehrleute und Rettungsdienstler aufmerksam verfolgten. So konnte im Anschluss an jeden Einsatz umgehend nachbesprochen werden, was bei der Abarbeitung gut verlief und wo noch Verbesserungspotenzial bestand.

Vor allem die Kommunikation zwischen den zur Hilfe eilenden Akteuren spielt in der Realität bei Verkehrsunfällen mit noch eingeschlossenen oder gar eingeklemmten Personen eine entscheidende Rolle. Gerade die unmittelbar am und im betroffenen Fahrzeug arbeitenden Kräfte müssen ihre Tätigkeiten dauerhaft miteinander absprechen, um den Patienten auf schnellstem Wege die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Zugleich ist es unabdingbar, dass durch die Rettungsmaßnahmen nicht noch weitere Verletzungen verursacht werden, beispielsweise durch herunterfallende Glassplitter der Fahrzeugscheiben oder den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten. Letztere sind oftmals das Mittel der Wahl, wenn die Schaffung von Zugangs- oder Rettungsöffnungen an Unfallwagen erforderlich sind, führen aber zwangsläufig Verformungen an der Karosserie herbei, deren Ausprägung es richtig einzuschätzen gilt.

Schlussendlich zeigten sich Organisatoren wie auch Teilnehmer am Ende eines kräftezehrenden Ausbildungstages sehr zufrieden mit dessen Verlauf. Die im Zuge der praktischen Anwendung gewonnenen Erkenntnisse stellten letztendlich den größten Erfolg des Tages auf beiden Seiten dar. Ein besonderer Dank gilt der Bundeswehrfeuerwehr am Standort Dietrichsfeld für die Möglichkeit zur Nutzung des Geländes sowie der Mimengruppe Ostfriesland für die engagierte Darstellung der Unfallopfer. Im Anschluss kamen alle Beteiligten zu einer kleinen Stärkung mit Currywurst und Kaltgetränken im Feuerwehrhaus Sandhorst zusammen und setzten den gemeinsamen Austausch in Form vieler guter Gespräche fort.


Text&Bilder: Sönke geiken


Longest day lockt viele Flieger

21. Juni 2026


Kurz vorm längsten Tag des Jahres hat auch in diesem Jahr der Flugplatz Juist zum langen Flugtag geladen. Flugzeuge aller Art haben die Möglichkeit bis spät abends auf der Insel zu starten und zu landen. Zahlreiche Maschinen nahmen bei bestem Sommerwetter diese Angebot wahr.
Zur Absicherung der vielen Flugbewegungen war auf Wunsch der Flugaufsicht neben dem eigenen Fahrzeug der Jugendbildungsstätte auch ein Fahrzeug der Inselwehr vor Ort. Über vier Stunden beobachtete die Besatzung das Geschehen rund um das Flugfeld. Ohne eingreifen zu müssen, konnte das Fahrzeug am späten Samstag Abend zurück zum Standort fahren.


Text: Arend Janssen-Visser

Bild: Johann Weers

Flugzeugabsturz - Übung der Feuerwehr Norden


16. Juni 2026


Notfallübung am Flugplatz Norddeich


Am Flugplatz Norden-Norddeich wurde am Dienstagabend ein Flugunfall geübt. Die Freiwillige Feuerwehr Norden, die Flugplatzfeuerwehr der Inselflieger und der am Flugplatz ansässige Hubschrauberdienstleister Northern Helicopter (NHC) trainierten dabei gemeinsam.


Realistisches Szenario dank eigenem Flugzeugwrack


Angenommen wurde der Absturz eines Kleinflugzeugs am Rande des Flugplatzgeländes. Die Maschine kollidierte mit einem Gebäude und geriet in Brand. Zwei Personen galten als im Flugzeug eingeklemmt, eine weitere Person befand sich in dem Gebäude, auf das das Feuer übergegriffen hatte. Da die Feuerwehr Norden über ein eigenes Flugzeugwrack verfügt, ließ sich das Szenario sehr realistisch darstellen.


Erstangriff, medizinische und technische Rettung greifen ineinander



Den Erstangriff übernahmen die Mitarbeiter der FLN FRISIA Luftverkehr GmbH mit ihrem Tanklöschfahrzeug und gingen mit einem Schaumangriff gegen das „Feuer“ vor. Parallel begann die medizinische Besatzung eines NHC-Rettungshubschraubers mit der Versorgung der beiden Flugzeuginsassen. Die nachrückende Feuerwehr Norden nahm die technische Rettung sowie die Brandbekämpfung am Gebäude auf.

Die größte Herausforderung stellte die Befreiung aus der engen und instabilen Flugzeugzelle dar. Hand in Hand arbeiteten die drei Teilnehmergruppen das Szenario ab und entwickelten Lösungsansätze, die für alle Beteiligten eine Bereicherung waren.


Text&Bilder: Feuerwehr Norden/Thomas Weege


Erfolgreiche Drehleitermaschinisten-Ausbildung bei der Feuerwehr Norderney

14. Juni 2026


An den Wochenenden vom 29.05. bis 31.05. sowie vom 12.06. bis 14.06. fand bei der Feuerwehr Norderney eine intensive Ausbildung zum „Drehleitermaschinisten“ statt. Nach einer zuvor wochenlangen internen Vorbereitung wurden insgesamt fünf Kameraden von den erfahrenen Ausbildern von Drehleiter.info geschult.


Im Mittelpunkt der Ausbildung standen sowohl theoretischen Grundlagen als auch zahlreiche praktische Übungen rund um den sicheren und effektiven Einsatz einer Drehleiter. Die Teilnehmer trainierten den Umgang mit dem Fahrzeug und der Technik unter realitätsnahen Bedingungen und übten verschiedene Einsatzszenarien. Dazu gehörten unter anderem die Menschenrettung aus Höhen, das sichere Anleitern an Gebäuden sowie das Arbeiten in beengten Platzverhältnissen und unter unterschiedlichen Einsatzbedingungen.


Besonderer Wert wurde auf das sichere Bedienen der Drehleiter, die richtige Standortwahl sowie die Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften gelegt. Durch die praxisnahen Übungen konnten die angehenden Maschinisten wertvolle Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten im Umgang mit dem Hubrettungsfahrzeug weiter ausbauen.


Die Feuerwehr Norderney bedankt sich bei den Ausbildern von Drehleiter.info für die professionelle Durchführung der Ausbildung sowie bei allen Teilnehmern für ihr Engagement und die investierte Zeit. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Schulung stehen der Feuerwehr Norderney nun fünf weitere qualifizierte Drehleitermaschinisten zur Verfügung, die im Einsatzfall einen wichtigen Beitrag zur Menschenrettung und Gefahrenabwehr leisten können.


Text&Bild: Eilbertus Stürenburg

Sommergrillen der Alters- und Ehrenabteilung



13. Juni 2026


Am Samstag, den 13. Juni 2026, kam die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Krummhörn zu ihrem traditionellen Sommergrillen zusammen.

In diesem Jahr wurde die Veranstaltung von der Feuerwehr Krummhörn-Ost im Feuerwehrhaus in Eilsum ausgerichtet.



Text&Bilder: Kilian Peters

90. Geburtstag eines Mitglieds der Bookmerlander Ortsfeuerwehr Nord

13. Juni 2026




In der vergangenen Woche ist Hermann Köster als Mitglied der Altersabteilung der Feuerwehr Brookmerland Nord 90 Jahre alt geworden. Eine Abordnung der Kräfte feierte zusammen mit ihm seinen Ehrentag. Als passendes Geschenk wurde die neue Softshelljacke der kürzlich gegründeten Wehr überreicht. Hermann Köster war viele Jahre sehr engagiert in der vorherigen Feuerwehr Osteel tätig.


Text: Carsten Redenius

Bild: Hanne Tammen


Truppführer-Lehrgang absolviert


13. Juni 2026


Zehn Teilnehmende aus den Auricher Feuerwehren konnten am vergangenen Samstag die Qualifikationsstufenausbildung zum Truppführer (QS3) erfolgreich abschließen. Mit dem Bestehen der mündlichen wie auch praktischen Leistungsnachweise am Feuerwehrausbildungszentrum des Landkreises Aurich in Georgsheil sind die Absolventen nun dazu befähigt, im Einsatzfall die Verantwortung für einen eigenständigen Trupp zu tragen. Insgesamt drei Wochen dauerte der nun bereits zum zweiten Mal auf Stadtebene durchgeführte Lehrgang an. Die Vermittlung der Lehrinhalte erfolgte in dieser Zeit an jeweils drei Ausbildungsabenden unter der Woche sowie zwei ganztägig versehenen Samstagen, als Ausbilder agierten dabei qualifizierte und erfahrene Mitglieder aus den Auricher Feuerwehren.

Insbesondere während der praktischen Lehrgangsabschnitte profitierten die Teilnehmenden von einer möglichst realitätsnahen Durchführung der Ausbildung. Beispielhaft wurden Inhalte aus den Bereichen Objektkunde und Brandsicherheitswachen in Form einer Begehung ortsansässiger Betriebe oder Veranstaltungsorte anschaulich thematisiert. Neben dem Vorgehen im Löscheinsatz sowie bei der Technischen Hilfeleistung bildeten ABC-Gefahrstoffe, das grundsätzliche Verhalten in Gefahrensituationen, Atemschutz und Unfallverhütung weitere relevante Lehrgangsinhalte. Die Leistungsnachweise wurden abschließend durch Vertreter der Kreisausbildung abgenommen, welche sich von der Festigung des Erlernten bei den angehenden Truppführern überzeugen konnten. Ein weiterer QS3-Lehrgang auf Stadtebene ist für den November dieses Jahres anberaumt.


Text: Sönke Geiken

Bild: Henry Hollwedel

Eine Woche Dienst auf der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover



08. Juni 2026


Eine ereignisreiche und beeindruckende Woche liegt hinter den Kameradinnen und Kameraden aus Ostfriesland, Oldenburg und ELBOS. Gemeinsam unterstützten sie den Messestand des Landes Niedersachsen auf der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover, der weltweit größten Fachmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Katastrophenschutz und Sicherheit.


Unter dem Motto „Safeguarding Niedersachsen“ präsentierten zahlreiche Akteure des Brand und Katastrophenschutzes die Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Die Fachbereiche des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen wurden dabei eindrucksvoll vorgestellt und in die Feuerwehren getragen.


Die INTERSCHUTZ 2026 konnte mit rund 140.000 Besucherinnen und Besuchern aus 142 Ländern erneut ihre internationale Bedeutung eindrucksvoll unter Beweis stellen. Im Mittelpunkt standen aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Gefahrenabwehr. Besonders großes Interesse weckten die Themen Künstliche Intelligenz, Robotik, moderne Elektroantriebe, Digitalisierung sowie innovative Technologien für die Feuerwehren und den Bevölkerungsschutz.


Auch die neuen Uniformen der niedersächsischen Feuerwehren wurden vorgestellt und intensiv diskutiert. Der niedersächsische Gemeinschaftsstand in Halle 27, Stand E30, bot während der gesamten Messe einen zentralen Treffpunkt für den fachlichen und kameradschaftlichen Austausch.


Das Schwerpunktthema des Messestandes „Safeguarding Niedersachsen“ war das Zusammenspiel von Brand und Katastrophenschutz bei Hochwasserlagen. Die Erfahrungen aus dem Weihnachtshochwasser 2023/2024 dienten dabei als Grundlage für den Blick auf zukünftige Herausforderungen und Lösungsansätze.


Die Unterbringung der Helferinnen und Helfer erfolgte in der Schornsteinfegerschule Hannover. Ein herzliches Dankeschön gilt den Verantwortlichen für die hervorragende Unterbringung und Verpflegung während der gesamten Messewoche.


Neben der fachlichen Arbeit kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz. Zahlreiche Gespräche, gemeinsame Erlebnisse und viele schöne Stunden machten diese Woche zu einem besonderen Erlebnis. Es wurde deutlich, dass Zusammenhalt, Engagement und gegenseitige Unterstützung auch über die Grenzen der einzelnen Feuerwehrverbände hinaus gelebt werden.


Der Präsident des Feuerwehrverbandes Ostfriesland e.V., Friedhelm Tannen, bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten:


„Mein herzlicher Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die sich während der INTERSCHUTZ 2026 mit großem Engagement eingebracht haben. Ihr habt unsere Feuerwehren, unsere Region Ostfriesland und den Feuerwehrverband Ostfriesland hervorragend vertreten.


Die vielen positiven Gespräche, das große Interesse der Besucherinnen und Besucher sowie die gelebte Kameradschaft haben gezeigt, wie stark und leistungsfähig unsere Feuerwehren sind. Ein besonderer Dank gilt auch den Organisatoren des Gemeinschaftsstandes sowie dem Team der Schornsteinfegerschule Hannover für die ausgezeichnete Betreuung während der gesamten Woche.


Die INTERSCHUTZ hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Innovation, Ausbildung, Zusammenarbeit und Kameradschaft für die Zukunft unserer Feuerwehren sind. Vor allem aber hat sie gezeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.


Vielen Dank für euren Einsatz, eure Unterstützung und euren starken Zusammenhalt.“


Stark durch Zusammenhalt – gemeinsam für die Feuerwehren in Niedersachsen und Ostfriesland.



Bild: Feuerwehrverband Ostfriesland e.V. 


Von links, Andreas Wentker, Holger Multhaupt, Tanja de Freese, Gerd Diekena, Saskia Buschmann MdL und Friedhelm Tannen.


Text: Rainer Nagel

Besuch der Fachmesse Interschutz



05. Juni 2026


Am Freitagvormittag machte sich eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Norden mit einem Reisebus auf den Weg nach Hannover. Dort findet alle vier Jahre die Interschutz, die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz statt. Während der Freitag und der Sonntag im Zeichen der An- und Abreise stand, konnte die Gruppe am Samstag den ganzen Tag auf dem Messegelände verbringen um sich über neue Ideen, Konzepte und Technologien zu informieren, die ihre Arbeit heute und in Zukunft einfacher, sicherer, effizienter, nachhaltiger, sprich besser, machen. Hier konnten die Mitglieder der Norder Wehr alles live und hautnah erleben: von der persönlichen Schutzausrüstung bis zum speziellen Einsatzfahrzeug.

 

Text&Bild: Uwe Bents

Evakuierungsübung im Norder Theater



02. Juni 2026


460 Besucher fasst das Theater der Stadt Norden. Bei jeder Veranstaltung muss eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr anwesend sein und für eine sichere Durchführung sorgen. Im Falle eines Brandes müssen die beiden Feuerwehrleute das Theater evakuieren und gegebenenfalls erste Löschmaßnahmen einleiten. Vor und nach einer Veranstaltung sowie in den Pausen kontrollieren die Einsatzkräfte Fluchtwege, Feuerlöscheinrichtungen und weitere Sicherheitseinrichtungen. Die Brandsicherheitswache verlangt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betreibervertreter als Veranstaltungsleitung, Veranstalter, Haustechniker und der Feuerwehr.


Die Freiwillige Feuerwehr Norden hatte die Durchführung von Brandsicherheitswachen (BSW) in diesem Jahr auf ihren Dienstplan gesetzt und dazu eine Schulung anberaumt. Auch eine Evakuierungsübung wurde eingeplant. Für Dienstagabend hatten die Stadt Norden sowie die Feuerwehr hierzu neben ihren eigenen Kräften auch das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei, die DLRG, Vertreter der Stadtverwaltung und des Behindertenbeirates und auch die Niederdeutsche Bühne eingeladen. Auch aus dem benachbarten Brookmerland waren zwei Feuerwehrleute dabei. So kamen über 150 Personen als Statisten zusammen. Jens Freydank und Steffen Rah, beide technische Leiter des Theaters, stellten das Objekt zunächst anhand von Plänen vor. Die Feuerwehrleute Timo Hasbargen und Thomas Weege führten danach durch den weiteren Verlauf des Abends. Neben Rechtsgrundlagen erläuterten sie die konkreten Aufgaben, Ausstattung, Qualifikation und Schutzziele einer BSW. Auch auf die dazugehörige Einsatzdokumentation wurde eingegangen.

Wie bei einer echten Veranstaltung gab es auch an diesem Abend eine echte BSW. Siemen Rass und Manuel Zell waren hierzu eingeteilt. Bei einem Kontrollgang mit Jens Freydank waren sie auf fünf fingierte Mängel gestoßen. Hierzu zählten Falschparker in einer Feuerwehrzufahrt, verstellte Fluchtwege, ein fehlender Feuerlöscher und Brandgefahren in einem Fluchtweg. Ohne die Beseitigung der Feststellungen hätte die BSW die Veranstaltung im Ernstfall nicht beginnen lassen dürfen. Das zeigt, welchen Stellenwert eine BSW hat. Die eingesetzte BSW erläuterte ihren Rundgang und ihr Vorgehen zur Einleitung der Mängelbeseitigung.

Zum Schluss ging es um das Verhalten der BSW im Brandfall. Während der theoretischen Unterweisung waberte dann plötzlich Rauch über die Bühne und Feuerschein wurde sichtbar. Der Feueralarm ertönte und forderte alle Anwesenden zum Verlassen des Gebäudes. Die BSW forderte ebenfalls alle Anwesenden zum Verlassen auf. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Theaters wurden die Notausgänge geöffnet und die Menschenmenge ins Freie geleitet. Einige der Übungsteilnehmer hatten im Vorfeld Anweisungen erhalten, die Evakuierung zu stören. Sie sollten entgegen des Fluchtstroms zurück ins Gebäude gehen, um beispielsweise ihre Jacken von der Garderobe zu holen oder aber noch einmal die Toilette aufsuchen. Teilnehmer mit Mobilitätseinschränkungen bekamen von anderen Besuchern aber auch von der BSW Unterstützung bei der Flucht. Nach weniger als zwei Minuten war die Evakuierung vollständig abgeschlossen.

In einer Feedbackrunde kamen Übungsbeobachter, Teilnehmer und die eingesetzte BSW zur Sprache. Hierbei wurde deutlich, welch bedeutsame und verantwortungsvolle Schlüsselfunktion eine BSW im Sicherheitskonzept einer Veranstaltung hat. Dass auch Veranstalter, Theatermitarbeiter und Besucher maßgeblich zum Erfolg einer sicheren Evakuierung beitragen, erkannten alle. So nahmen am Ende dieser seltenen Übungsart alle Beteiligten wertvolle Erkenntnisse mit nach Hause.



Text&Bilder: Feuerwehr Norden/Thomas Weege


Dienstversammlung der Feuerwehr Wiesmoor



02. Juni 2026


Im Rahmen der letzten Dienstversammlung der Feuerwehr Wiesmoor wurden gleich mehrere Kameradinnen und Kameraden besonders geehrt. Zum einen erhielten zwei Mitglieder der Einsatzabteilung eine Auszeichnung für ihre langjährige Mitgliedschaft, zum anderen wurde das anhaltend große Engagement des Jugendfeuerwehr-Betreuerteams durch eine ganz besondere Auszeichnung gewürdigt.

Doch zuvor eröffneten Ortsbrandmeister Karlheinz Bienhoff und sein Stellvertreter Gerd Buß die Dienstversammlung und begrüßten die zahlreich anwesenden Feuerwehrmitglieder, sowie die Gäste aus Politik, Verwaltung und Kreisfeuerwehrführung in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses, in die man die Versammlung aus Platzgründen verlegt hatte. Gleich im Anschluss an die Begrüßung wurde die Tagesordnung um den Punkt Fahrzeugübergaben ergänzt. Nach einer kurzen Erklärung zum jeweiligen Einsatzzweck konnte der stellvertretende Bürgermeister Friedhelm Jelken der Feuerwehr Wiesmoor gleich drei neue Feuerwehrfahrzeuge offiziell übergeben. Dabei handelte es sich um ein Mannschaftstransportfahrzeug für die Einsatzabteilung als Ersatz für das aus Altersgründen abgängige Vorgängerfahrzeug, ein Mehrzweckfahrzeug auf Basis eines Ford Rangers als Ersatz für das verunfallte Vorgängerfahrzeug, sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug für die Mitglieder der jeweils stark aufgestellten Kinder- und Jugendfeuerwehr als Ergänzung zum bisherigen Fuhrpark.

Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister Gerd Buß vom Einsatzgeschehen und den verschiedenen Aktivitäten der Feuerwehr in den zurückliegenden Monaten. Dabei blickte er auch kurz auf das Jahr 2025 zurück, da die Jahreshauptversammlung im Januar aufgrund extrem schlechter Witterungsverhältnisse kurzfristig abgesagt werden musste. So musste die Feuerwehr Wiesmoor im vergangenen Jahr zu insgesamt 138 Einsätzen ausrücken. In der Einsatzstatistik tauchten neben Groß-, Mittel- und Kleinbränden auch schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, Tierrettungen, Notfalltüröffnungen, Tragehilfen, Brandsicherheitswachen und viele weitere Dinge auf. Eine Auffälligkeit stellte dabei die Häufigkeit der überörtlichen Einsätze dar, zu denen die Feuerwehr Wiesmoor alarmiert wurde. Über 30-mal rückten die Einsatzkräfte in die umliegenden Kommunen aus, um andere Feuerwehren zu Unterstützen. Meist waren hierbei die verschiedenen Sonderfahrzeuge der Wehr, die Drohne oder spezialisierte Einheiten wie die Gefahrgutgruppe oder die Leinenführergruppe gefordert.

Im aktuellen Jahr ist die Wehr bereits 52-mal ausgerückt. Auch hier macht sich schon eine Tendenz zu mehr überörtlicher Hilfe bemerkbar. Eine Umstellung des Alarmierungssystems der Kooperativen Regionalleitstelle Ostfriesland, die die Alarm- und Ausrückeordnungen der Kommunen rund um die gemeldete Einsatzstelle je nach Einsatzstichwort um die nächstgelegenen Feuerwehren mit entsprechenden Rettungsmitteln optimiert, trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei. Mit dieser Optimierung kann jetzt auch über Kreis- und Gemeindegrenzen hinaus schnellstmöglich Hilfe geleistet werden.

Aktuell gehören der Einsatzabteilung 106 Mitglieder an, inklusive der neuen Mitglieder, die an diesem aufgenommen werden. Die Altersabteilung ist 13 Mitglieder stark und in der Jugendfeuerwehr engagieren sich 32 Kinder und Jugendliche, davon drei Mädchen.

Nach dem Bericht des stellvertretenden Ortsbrandmeisters standen einige turnusmäßige Wahlen an. Ortsbrandmeister Karlheinz Bienhoff übernahm hierbei wieder das Wort.

Zunächst stand die Funktion des stellvertretenden Ortsbrandmeisters zur Wahl. Hier wurde der bisherige Amtsinhaber Gerd Buß mit großer Mehrheit von der Versammlung wiedergewählt. Diese Vorschlagswahl bedarf allerdings noch der Zustimmung des Stadtrates, damit der alte und neue Amtsinhaber ab Sommer seine nächste Amtszeit antreten kann.

Im weiteren Verlauf wurde Dennis Nörder zum neuen Zugführer gewählt. Sein neuer Stellvertreter ist Patrick Mandel. Zum neuen Einheitsführer der Rüstwagen-Gruppe wurde Ralf Diekmann gewählt. Ihm steht nun Nico Schoon als Stellvertreter zur Seite. Als 1. stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart wurde Dennis Nörder wiedergewählt. Außerdem wählten die Mitglieder der Einsatzabteilung Henrik Tapken zum neuen stellvertretenden Gruppenführer der TLF-Gruppe.

Der Tagesordnungspunkt „Aufnahmen in die Einsatzabteilung“ umfasste die Aufnahme von Lennox Heger, Janko Liebenau, Jonas Sieverding, Emily Maurer, Timo Meier, Steffen Nemitz, Jonas Erftmann und Max Vodel in die Einsatzabteilung.

Auch eine Ernennung und mehrere Beförderungen standen an diesem Abend auf der Tagesordnung. Folgende Kameraden konnten sich aufgrund ihrer erfolgreichen Teilnahme an entsprechenden Lehrgängen, sowie der Übernahme von Führungsaufgaben über neue Dienstgrade freuen:

 

Tammo Landmann

ernannt zum

Feuerwehrmann

Maximilian Keller

befördert zum

Oberfeuerwehrmann

 

 

 

Mario Janßen

befördert zum

Löschmeister

Hilko Bünting

befördert zum

Löschmeister

Lars Mohrhusen

befördert zum

Brandmeister

 

Für 40-jährige Mitgliedschaft im Feuerlöschwesen überreichte Kreisbrandmeister Uwe Behrends an diesem Abend den Zwillingsbrüdern Horst und Uwe das entsprechende Ehrenzeichen der Feuerwehr. Zuvor blickte Stadtbrandmeister Lars Mohrhusen in seiner Laudatio auf das bisherige Wirken der Geschwister zurück. Von Beginn an waren beide im Dienstbetrieb, bei Veranstaltungen und bei vielen anderen Aktivitäten stets sehr aktiv dabei. Darüber hinaus übten beide auch jahrelang jeweils verschiedene Führungspositionen aus.

Danach folgte eine sehr besondere Ehrung für mehrere Kameradinnen und Kameraden der Wehr. Ortsbrandmeister Karlheinz Bienhoff und sein Stellvertreter Gerd Buß baten Stadtjugendfeuerwartin Sina Nörder, ihre beiden Stellvertreter Dennis Nörder und Felix Gurris, sowie alle weiteren Betreuer der Jugendfeuerwehr darum, vorzutreten. Dem Führungsduo der Feuerwehr war es schon seit einiger Zeit ein besonderes Anliegen, die außergewöhnlichen Verdienste des Betreuerteams zu würdigen.

Die Jugendabteilung der Feuerwehr Wiesmoor stellt bereits seit vielen Jahren eine der wichtigsten Säulen für den Fortbestand einer schlagkräftigen Einsatzabteilung dar. Die erfolgreiche Arbeit des gesamten Betreuerteams spiegelt sich nicht nur im Mitgliederbestand wider, der seit fast zwei Jahrzehnten stets über 30 Mitgliedern liegt und wenig Fluktuation aufweist, sondern auch in der Tatsache, dass viele Jugendliche nach ihrer Jugendfeuerwehrzeit den Wechsel in die Einsatzabteilung vollziehen und dann auch weiterhin der Feuerwehr treu bleiben. Die Abgänge werden ebenfalls seit vielen Jahren innerhalb kürzester Zeit wieder durch neue Mitglieder ersetzt.

All das ist aber nur durch das besondere Engagement aller Betreuerinnen und Betreuer möglich, die viele Stunden ihrer Freizeit für eine fundierte Ausbildung und nachhaltige Entwicklung ihrer Feuerwehrschützlinge aufwenden – neben dem normalen Dienstbetrieb und dem Einsatzgeschehen der Einsatzabteilung.

Aus den Händen des stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartes Bernd Garrelts bekamen die sichtlich überraschten Führungskräfte der Jugendfeuerwehr und alle Betreuer im Anschluss das Ehrenzeichen der niedersächsischen Kinder- und Jugendfeuerwehren als Anerkennung ihrer Verdienste verliehen.

Nach dieser Ehrung gab es allerdings zwei weitere überraschte Gesichter. Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Garrelts bat Ortsbrandmeister Karlheinz Bienhoff und Stellvertreter Gerd Buß vorzutreten. In seiner folgenden Laudatio hob Garrelts auch das große Engagement von Bienhoff und Buß hervor, die die erfolgreiche Entwicklung der Jugendfeuerwehr ebenfalls seit Beginn ihrer Amtszeiten begleitet und stets kräftig unterstützt haben. Ihnen wurde schließlich auch das Ehrenzeichen der niedersächsischen Kinder- und Jugendfeuerwehren als Anerkennung ihrer Verdienste überreicht.

 

Auf dem Bild v.l.n.r.:

(Bild 1 Ehrung Jugendfeuerwehr) Gerd Buß, Karlheinz Bienhoff, Lars Mohrhusen, Felix Gurris, Frank Renken, Katja Herlmerichs, Eike van Raden, Endrik Mintken, Gerrit Thiemann, Dennis Nörder, Sina Lübbers, Bernd Garrelts



Text&Bilder: Jan-Marco Bienhoff