Neue Fahrzeuge stärken die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr Dornum
17. April 2026
Dornum. Die Feuerwehr Dornum hat am Freitag zwei neue Mannschaftstransportwagen (MTW) offiziell in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge stehen künftig den Jugendfeuerwehren in Dornum und Westerbur zur Verfügung und sollen die Nachwuchsarbeit nachhaltig stärken.
Vor den festlich hergerichteten Fahrzeugen eröffnete Gemeindebrandmeister Thorsten Siebels die Veranstaltung und begrüßte zahlreiche Gäste aus Feuerwehr, Verwaltung und Politik. Im Anschluss würdigte Bürgermeister Uwe Trännapp in seiner Ansprache die Bedeutung der Investition. Sein Dank galt insbesondere der Verwaltung, den politischen Entscheidungsträgern sowie den Feuerwehren, die das Projekt unterstützt und begleitet haben.
Trännapp betonte den hohen Stellenwert der neuen Fahrzeuge für die Jugendarbeit. Die sogenannten „Bullis“ werden künftig unter anderem für Ausbildungsfahrten, Wettbewerbe und Freizeitaktivitäten der Jugend- und Kinderfeuerwehren eingesetzt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Feuerwehrnachwuchses. Insgesamt investierte die Gemeinde rund 120.000 Euro in die Beschaffung der beiden MTW.
Ein besonderer Moment war die symbolische Schlüsselübergabe: In Form kunstvoll ausgelaserter Holzmodelle von Feuerwehrfahrzeugen wurden die „Schlüssel“ zunächst an die Ortsbrandmeister überreicht. Diese gaben sie anschließend an die Jugend- und Kinderfeuerwehrwarte weiter – ein Zeichen für die zentrale Rolle der Nachwuchsarbeit.
Die Fahrzeuge wurden durch die Firma Rotte Brandschutztechnik ausgebaut und speziell auf die Bedürfnisse der Feuerwehr abgestimmt. Im Anschluss an die Übergabe segnete Pastor Stefan Schneider die beiden MTW und verband dies mit dem Wunsch, dass alle Fahrten stets sicher verlaufen und die Einsatzkräfte wohlbehalten zurückkehren.
Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung in geselliger Atmosphäre aus. Bei kühlen Getränken und einem Imbiss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zur Besichtigung der neuen Fahrzeuge.
Text&Bilder: Pressesprecher der Feuerwehr Dornum Ole Caspers
Feuerwehren und THW gemeinsam bei Übung gefordert
09. April 2026
Ein ausgedehntes Feuer in einem Werkstattbetrieb mit angrenzendem Reifenlager, bei dem mehrere Personen als vermisst galten: Diese angenommene Lage sollte den Auftakt einer größeren Einsatzübung bilden, welche am Donnerstagabend auf dem Reifen Günther-Gelände am Wallster Weg durchgeführt wurde. Neben den Feuerwehren Walle, Haxtum und dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Aurich waren auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks in den Ablauf involviert. Von zwei umgehend gebildeten Einsatzabschnitten an den beiden zugänglichen Gebäudeseiten errichteten die Feuerwehrleute ihre Angriffswege.
Während Atemschutztrupps unter simulierter Nullsicht zur Menschenrettung in den gut 1700 Quadratmeter umfassenden Werkstattkomplex vorgingen, musste im Außenbereich für die erforderliche Logistik gesorgt werden. Dazu zählte neben der Errichtung einer zwingend notwendigen Wasserversorgung über mehrere Hydranten vor allem auch die gezielte Maßnahmenabsprache sowie das koordinierte Nachrücken weiterer fiktiv alarmierter Rettungskräfte, um die Einsatzstelle sinnvoll und möglichst funktional aufzubauen. Trotz des hektischen Geschehens eine nachvollziehbare Kommunikation und Dokumentation zu betreiben, stellte den Kernauftrag der Einsatzleitwagen-Besatzung dar. Die Lage im Halleninneren forderte den Atemschutzgeräteträgern derweil ebenfalls einiges ab. Diverse in einem Werkstattbetrieb übliche Gegenstände machten die Orientierung und das gezielte Absuchen der Räumlichkeiten ohne großartiges Sehvermögen zu einer anspruchsvollen Herausforderung.
Nicht zuletzt unterstützten hierbei auch die Trupps des THW, welche zu Trainingszwecken ebenfalls unter Atemschutz eingesetzt wurden. Auch die Jugendfeuerwehr Walle war tatkräftig in den Ablauf eingebunden und begleitete die sich vortastenden Geräteträger als Sicherungsposten. Alle drei vermissten Personen in Form von zum Teil schwer zugänglichen Übungspuppen waren letztendlich aufgefunden und gerettet worden, sodass die Übung nach etwa einer Stunde beendet wurde. Im Anschluss einer ersten Nachbesprechung vor Ort und den entsprechenden Aufräumarbeiten kamen alle Einsatzkräfte zu einer gemeinsamen Stärkung mit Bratwurst und dankenswerterweise durch den Übungsbetrieb zur Verfügung gestellten Getränken im Feuerwehrhaus Walle zusammen.
Rext: Sönke Geiken
Bilder: Sönke Schmidt, Sönke Geiken
Frühjahrsübung im Gewerbe- und Dienstleistungspark Leegemoor
07. April 2026
Die traditionelle Frühjahrsübung aller vier Züge der Freiwilligen Feuerwehr Norden fand am Dienstagabend bei der Fa. Atlantique Packaging Norden an der Stellmacherstraße statt. Ausgearbeitet wurde die Übung von den Kameraden Karsten Eilers, Thomas Weege und Uwe Bents.
Einsatzleiter Ralf Scharfenort hatte es mit mehreren Szenarien gleichzeitig zu tun. Zunächst meldete die automatische Brandmeldeanlage des Objektes ein Feuer. Vor Ort konnte ein Feuer in einem Lager für Rohware festgestellt werden. Löschmaßnahmen durch Mitarbeiter bleiben zunächst ohne Wirkung, daraufhin wird das Gebäude evakuiert, zwei Mitarbeiter werden vermisst. Umgehend wurde Vollalarm für die gesamte Freiwillige Feuerwehr Norden sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ausgelöst. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befinden sich noch zwei Handwerker auf dem Dach im rückwärtigen Teil des Gebäudes. Ein Mitarbeiter wird mit einer Hand in einer Druckmaschine eingeklemmt. Eine Löschwasserversorgung muss zunächst im Pendelverkehr sichergestellt und dann aus einem offenen Gewässer vom Südring aufgebaut werden. Das für die Brandbekämpfung im Lager verwendete Löschwasser läuft kontaminiert mit Farbe aus dem nördlichen Teil des Gebäudes in einen Graben.
Es wurden insgesamt drei Einsatzabschnitte gebildet. Einsatzabschnitt 1 zur Rettung des verunfallten Mitarbeiters und der Handwerker auf dem Dach, Einsatzabschnitt 2 zur Brandbekämpfung sowie Einsatzabschnitt 3 zur Löschwasserrückhaltung. Sämtliche Einsatzkräfte wurden aus dem Bereitstellungsraum an der Stellmacherstraße von den eingesetzten Zugführern abgerufen und mit entsprechenden Einsatzaufträgen versorgt.
Das DRK hatten auf dem Gelände der benachbarten Zulassungsstelle eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Hier erfolgte eine Sichtung, die Dokumentation und Betreuung der Personen bzw. eine weitere Übergabe an den Rettungsdienst. Zudem war ein Team der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK eingesetzt um ggf. Einsatzkräften und notfallbetroffenen Personen im Bereich der psychosozialen Be- und Verarbeitung von Notfällen zu helfen.
Ebenfalls auf dem Gelände der Zulassungsstelle wurde von der Norder Wehr die Einsatzleitung und eine Atemschutzsammelstelle eingerichtet sowie von dort aus die Einsatzstelle mit einer Drohne beflogen.
Nachdem alle Einsatzabschnitte abgearbeitet wurden konnte die Übung beendet werden. Alle Einsatzkräfte trafen sich nach der Übung zu einer kurzen Nachbesprechung in der Versandabteilung des Betriebes. Insgesamt waren sowohl der Einsatzleiter als auch die Übungsausarbeitenden mit dem Ablauf der Frühjahrsübung zufrieden. Im Anschluss gab es von der Fa. Atlantique Packaging noch kalte Getränke für die Einsatzkräfte, außerdem wurde seitens der Fa. noch eine Spende für den Förderverein der Norder Wehr angekündigt.
Text: Uwe Bents
Bilder: K. Eilers, T. Weege, U. Bents
Besondere Ehrung für 70 Jahre Feuerwehrmitgliedschaft
01. April 2026
Ein außergewöhnliches Jubiläum konnte die Freiwillige Feuerwehr Wiesens vor Kurzem feiern: Wilhelm Christoffers blickt auf beeindruckende 70 Jahre Mitgliedschaft zurück. Am 1. April 1956 trat er in die Feuerwehr ein und ist ihr bis heute in besonderer Treue verbunden. Im Rahmen einer eigens einberufenen Sonderversammlung wurde dieses seltene Jubiläum feierlich gewürdigt. Vertreter aus der Politik, der Feuerwehrführung und die Ehrenabteilung Wiesens nahmen an der Ehrung teil. Ebenso waren Abordnungen der Ehrenabteilungen aus Weene, Holtrop und Brockzetel anwesend, um ihre Anerkennung auszudrücken.
Für einen besonders emotionalen Moment sorgte bereits der Empfang: Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wiesens sowie die Kinder- und Jugendabteilung bereiteten Wilhelm Christoffers einen würdevollen Überraschungsempfang und standen mit Fackeln Spalier, um ihn gebührend willkommen zu heißen. In den vergangenen sieben Jahrzehnten hat Wilhelm Christoffers die Entwicklung der Feuerwehr nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet.
Sein Engagement ging dabei weit über den normalen Dienst hinaus: Zwölf Jahre lang übernahm er die verantwortungsvolle Aufgabe des Ortsbrandmeisters und führte die Wehr mit großem Einsatz und Weitsicht. Sein Wissen und seine Erfahrung gab er über viele Jahre hinweg an jüngere Mitglieder weiter und prägte so Generationen von Feuerwehrleuten.
Die Freiwillige Feuerwehr Wiesens würdigt mit diesem seltenen Jubiläum nicht nur die außergewöhnlich lange Mitgliedschaft, sondern auch die unermüdliche Einsatzbereitschaft von Wilhelm Christoffers. Sein Lebenswerk steht beispielhaft für den ehrenamtlichen Dienst am Nächsten und verdient höchste Anerkennung.
Text&Bilder: Enno Campen (Feuerwehr Wiesens)


